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Eine Amazon-Rezension

Als Sammlerin von autobiografischen Einzelpublikationen älterer Menschen, die als Zeitzeugen ihre Lebenserinnerungen ins geschriebene Wort gebracht haben, bin ich auch auf dieses Buch gestoßen. Autorin Birgit Oldenburg ist die Tochter von "Kriegskind Edmund", und das Buch hat eine besondere Entstehungsgeschichte: "Seit einer Muskelerkrankung", sagt Edmund Oldenburg, Jahrgang 1933, im Vorspann, "kann ich nicht mehr schreiben und diktiere meine Erzählungen einem Sprachcomputer, der sie in Text umwandelt. Meine Tochter Birgit hat diese Aufzeichnungen bearbeitet und in ein Manuskript gefasst."
Als Schriftstellerin ist Birgit Oldenburg offensichtlich nicht der Versuchung erlegen, den Erzählungen ihres Vaters den eigenen stilistischen Stempel aufzudrücken, denn seine "Stimme" klingt immer authentisch und die Schilderungen haben bei der Lektüre lebhafte Bilder vor meinem inneren Auge erzeugt. Mit seinem herrlich trockenen Humor erzählt Edmund Oldenburg von seinen kindlichen Lausbubenstreichen ebenso wie von den lebensgefährlichen Situationen in einer kalten, unbarmherzigen Zeit, durch die ihn ein liebevolles Elternhaus getragen hat (Letzteres ist in Lebenserinnerungen der Kriegsgeneration bemerkenswerterweise sehr häufig zu lesen). Der Entschluss, sich nicht "unterkriegen" zu lassen und sich den Herausforderungen des Lebens zu stellen, so wie sie kommen, zieht sich dann auch als Motiv durch das ganze Buch, aber immer angenehm verhalten, nie effektheischend oder im aufgesetzten Brustton. Heitere Anekdoten wechseln sich dabei mit besinnlichen und dem Ernst des Erlebten angemessenen Passagen ab, und diese Mischung ist es, die das Buch so kurzweilig macht: Man hat immer das Gefühl, dass hier ehrlich erzählt wird. Ich mag solche Bücher.

 

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Cover SonnensprungCover Sonnensprung

 

Vorwort (von Birgit Oldenburg)

Von den Chinesen könnten wir derzeit viel lernen. Sie haben für Krise und Chance dasselbe Schriftzeichen. Richard von Weizsäcker

 

Schicksalsschläge und Lebenskrisen treffen uns meist unerwartet: Ein geliebter Mensch stirbt, Krankheit verändert unser Leben, Sucht zerstört unsere Beziehungen, Trennungsschmerzen sind kaum zu verkraften. Alles, woran wir geglaubt hatten, stimmt so nicht mehr. Plötzlich haben wir das Gefühl, vor dem Nichts zu stehen, zweifeln an uns selbst, stellen den Sinn des Lebens in Frage oder beginnen ihn zu suchen. Fast jeder Mensch befindet sich irgendwann einmal in einer Krise. Jeden Menschen bewegen einmal Probleme in seinem Leben, die ihn nicht mehr los lassen und auf die er keine Antworten findet. Was hilft in diesen schweren Zeiten? Was stärkt und stützt uns? Welche Menschen stehen uns zur Seite? Müssen wir uns selbst helfen? Gibt es in einigen Situationen überhaupt Hoffnung? Oder ist die Abwendung vom Leben eine Lösung?

Krisen gehören zum Leben. Und sie sind beängstigend und leidvoll. Aber sie bieten auch die Chance, der persönlichen Wirklichkeit eine deutlichere Richtung zu geben und neue Wege zu den eigenen Ressourcen zu finden. Nur wenn man Krisen nicht verdrängt, sondern sich mit ihnen auseinandersetzt, kann man sich daraus befreien. Voraussetzung zur Bewältigung von Umbruchsituationen ist es, diese als Entwicklungsprozess zu sehen und die eigene Lebensreise ganz bewusst zu durchlaufen.

Die in diesem Buch versammelten Autorinnen und Autoren schreiben über Lebenskrisen unterschiedlichster Art, wie - und ob - sie gelernt haben, sie zu meistern: denn jeder ist seines Glückes Schmied - oder auch: jeder übernimmt die Selbstverantwortung für sein Leben. Und wer es nicht aus eigener Kraft schafft, findet immer irgendwo Hilfe. Viele konnten ihre Angst vor einem Neuanfang überwinden, andere Interessen und Werte für sich gewinnen, ihr Selbstvertrauen langsam wieder aufbauen. Und fast immer gleicht dieser Prozess dem Sonnensprung des morgendlichen Sonnenaufgangs. Ein diffuses Licht durchbricht das nächtliche Dunkel und kündet den Tagesanbruch an, der sich dann jedoch mit einer eruptiven Kraft vollzieht: Als Sprung in einen Neubeginn.

 

Alles bewegt sich auf dieser Welt und ist einer ständigen Wandlung unterworfen. Dalai-Lama

 

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Cover EislichterCover Eislichter

 

Märchenhafte Texte, die unter die Haut gehen, 2001

 

(mit Grafiken von Chili)

 

Die Texte von Birgit Oldenburg liegen in dieser Faszinationsebene, die uns auch in der Welt traditioneller Märchen begegnet, verzaubern, lassen uns erschaudern. Die Autorin entrückt uns der Wirklichkeit, führt uns in eine Ferne, um uns jedoch zugleich die grundlegenden Probleme der Wirklichkeit unentwegt wieder vor Augen zu führen. Der Autorin gelingt es, den Leser in seiner konkreten Verfasstheit abzuholen.

 

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Veröffentlichungen in Anthologien, Literatur-Zeitschriften, Web u.a.